Gemeindebrief

Aktueller Gemeindebrief

 

Fernroh, was in die Weite blickt01.11.23 | Nun ist er endlich da, der erste gemeinsame Gemeindebrief für unsere beiden Kirchengemeinden Auferstehung und Memmelsdorf-Lichteneiche. Das Redaktionsteam hat sich im Zuge dessen vergrößert. Gemeinsam wurde in den letzten Monaten beraten, abgestimmt, getüftelt und einfach ausprobiert. Neben dem gemeinsamen Gottesdienstplan werden nun auch die Projekte, Veranstaltungen und Aktivitäten beider Kirchengemeinden in einem Gemeindebrief dargestellt.

Wir sind dankbar über die wachsende Zusammenarbeit, die jetzt in einem weiteren geschafften Meilenstein sichtbar wird.  Manches wird Ihnen neu vorkommen, anderes bekannt. Wir freuen uns über Ihre Rückmeldungen, Ideen und Verbesserungsvorschläge und wünschen viel Spaß mit unserem ersten gemeinsamen Gemeindebrief.

 

ANDACHT aus dem aktuellen Gemeindebrief

Liebe Leser:innen,

Weihnachten steht vor der Tür. Und auch dieses Jahr wird es wieder so sein, dass es einerseits so „plötzlich“ kommt und andererseits auch wieder so schnell vorbei ist. Biblisch wird die Geburt Jesu in einigen Evangelien erzählt, dann die Flucht der jungen Familie. Sonst ist nichts überliefert über die Kindheit Jesu. Denn der nächste Abschnitt bei Lukas erzählt dann:

Jesus im Tempel

Lukas 2, 41ff: Und seine Eltern gingen alle Jahre nach Jerusalem zum Passafest. Und als er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf nach dem Brauch des Festes. Und als die Tage vorüber waren und sie wieder nach Hause gingen, blieb der Knabe Jesus in Jerusalem, und seine Eltern wussten's nicht. Sie meinten aber, er wäre unter den Gefährten, und kamen eine Tagereise weit und suchten ihn unter den Verwandten und Bekannten. Und da sie ihn nicht fanden, gingen sie wieder nach Jerusalem und suchten ihn. Und es begab sich nach drei Tagen, da fanden sie ihn im Tempel sitzen, mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhörte und sie fragte. Und alle, die ihm zuhörten, verwunderten sich über seinen Verstand und seine Antworten. Und als sie ihn sahen, entsetzten sie sich. Und seine Mutter sprach zu ihm: Mein Sohn, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht. Und er sprach zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wisst ihr nicht, dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist? Und sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen sagte. Und er ging mit ihnen hinab und kam nach Nazareth und war ihnen untertan. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen. 

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Jesus sucht SEINEN Weg

Das erste Mal wird Jesus aktiv. 12 Jahre alt – man bekommt leicht einen falschen Eindruck, 12 Jahre, das ist nicht das noch eher kindliche, schülerhafte Bild eines heutigen 12-jährigen, mit 12 ist man damals quasi erwachsen, übernimmt Verantwortung in Familie und für sich selbst. Das war schon im alten Israel so: David hütet mit 12 die Schafe, Samuel und Daniel werden mit 12 zu Propheten, Salomo wird mit 12 gar schon König. Also an der Schwelle zum Erwachsensein befindet sich Jesus hier und seine Suche nach seinem Weg ist offensichtlich. Jesus ist hier weder der ungezogene kleine Junge noch ist es ein frommer Musterknabe, sondern ein erwachsen werdender junger Mann, der spürt, dass er auf dieser Suche nach dem, was seine Wurzeln sind und was sein Weg ist, einiges hinter sich lassen muss. Manches ist dabei eher ahnungsvoll: „Wisst ihr nicht, dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist?“ Jesus nimmt die Frage Marias auf: „dein Vater und ich haben dich gesucht“. Natürlich, von zwei verschiedenen Vätern, zwei verschiedenen Autoritäten ist hier die Rede. Am Ende dieser Erzählung führt Jesus sein Weg noch mal mit dem ersten Vater zurück nach Nazareth – gleichwohl, in den weiteren Erzählungen bei Lukas und den Evangelien taucht Joseph nie mehr wieder auf.

Lassen wir Hinderndes los ...

Ein spannender Text zu Beginn eines Jahres, eine Pubertätsgeschichte, eine Geschichte von der Suche nach dem eigenen Weg. Das kann für jede und jeden von uns, aber auch für uns als Gemeinde ebenfalls wichtig sein, die eigenen Wurzeln und Grundlagen zu suchen und zu begreifen – und sich dann auch von dem zu lösen, was einen hindert, den nächsten Schritt zu tun. Wer - wie Jesus - in seines Vaters Haus sein will, muss auch schon einmal „Vater und Mutter“ verlassen. Eine Kirche, eine Gemeinde, die erwachsen ihrem Glauben und der Jetzt-Zeit sich stellen will, muss dabei wohl ebenfalls manchmal die Tradition, das Erbe der Väter und Mütter, hinter sich lassen.

... für eine lohnende Zukunft

Wichtig ist, dass sie dabei wie Jesus im Tempel lernt zu hören und zu fragen. Es geht um den Glauben und nicht darum, irgendwelchen Moden zu gehorchen. Unser „Projekt“ eines gemeinsamen Gemeindebriefes will genau so ein Schritt sein, zwischen Bewahren und Neuanfang – weil es uns um die Kirche Jesu Christi geht. Lukas zeigt uns, wie Eltern ihr Kind verlieren – und den Sohn Gottes finden. Darum könnte es auch für uns gehen. Wir können akzeptieren, dass sich mit der Zeit einiges wandelt – persönlich und im Miteinander. Wenn wir das ernst nehmen, werden wir unseren Glauben immer wieder finden – vielleicht täglich neu. Mit herzlichen Segenswünschen zu Weihnachten und dem neuen Jahr im Namen der Pfarrkolleg:innen!

Wolfgang Blöcker

 

 

 



Gemeindebriefarchiv

Hier verlinken wir Ihnen die Gemeindebriefe der vergangenen sechs Monate. Weitere Gemeindebriefe erhalten Sie auf Nachfrage in unserem Pfarramt.

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